Echtheitsanalyse
 
Den Fälschungen auf der Spur
 
Kunst aus Ton und Keramik
Um die Leidenschaft der Sammler - Museen - Galerien zu befriedigen scheint der Erfindungsreichtum der Fälscher schier unerschöpflich. Wenn man davon ausgeht, daß heutzutage auf dem Internationalen Kunstmarkt von der kompletten Fälschung bis hin zur böswilligen Teilrestaurierung (siehe Foto) alles zu finden ist, stellt sich natürlich die Frage wie sich der Sammler vor Fälschungen und Manipulationen schützen kann. Niemand kann heute nur mit dem Auge beurteilen, was "Richtig oder Falsch ist". Aus diesem Grunde werden weltweit tausende von TL-Gutachten gemacht und zusätzliche wissenschaftliche Verfahren angewendet, um diese Fragen zu klären
Tonkrug
 
Sicherheit durch Thermolumineszenzanalyse
Hier trägt die Thermolumineszenzanalyse Erstaunliches bei!
Eine Vielzahl von Mineralien verfügt über die Eigenschaft, Energie aus dem Feld radioaktiver Strahlung zu speichern und beim Erwärmen in Form von Lichtimpulsen ­ der sogenannten Thermolumineszenz "TL" ­ wieder abzugeben. Das Feld wird von den nahezu überall in der Erdrinde anzutreffenden Spuren instabiler Uran­, Thorium­, Kalium­ und Rubidiumisotope gebildet. Mit wenigen Ausnahmen enthält jeder Ton, der zur Formung von Kunst­ oder Gebrauchsgegenständen verwendet wird, solche strahlungsempfindliche Minerale, wobei dem Quarz und dem Feldspat als Träger von "TL­Eigenschaften" bevorzugte Stellungen zukommen.
Die
Thermolumineszenzanalyse gibt eine Aussage über den letzten Zeitpunkt des Brennens. Die im "TL­Gutachten" enthaltene Altersangabe bezieht sich auf das sogenannte "Brennalter" der Probe, also auf den Zeitpunkt Ihrer letzten Erhitzung, auf eine Temperatur von mehr als 500°C und erwähnt die Stellen an der die Proben entnommen wurden.
Zur Altersbestimmung werden die keramischen Proben unter Laborbedingungen ausgeheizt, wobei Energie in Form von sichtbaren Lichtimpulsen frei wird. Diese Energie ist Maß für die radioaktive Eigen­ und Umgebungsstrahlung welche auf die Mineralien der Keramik seit des letzten Brennen einwirken konnte. Je mehr Eigen­ und Umgebungsstrahlung gespeichert wurde, desto älter ist die Keramik einzuordnen.
Da also das Alter der Keramik vom Maß der freiwerdenden Energie bei der Analyse abhängt, ist somit eine absolute Datierung möglich.
 
 
Labor Ralf Kotalla, Kätzling 2, D-72401 Haigerloch ­ Weildorf
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